Wie funktioniert eigentlich ein Induktionsherd?

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Wir bekommen oft die Frage, wie ein Induktionsherd eigentlich Kochgeschirr erhitzt. Hier die Erklärung am Beispiel von unserem Isotopf:

Der Induktionsherd hat unter jeder seiner Kochflächen eine Induktionsspule. Wenn der Herd eingeschaltet wird, erzeugt diese Spule ein elektromagnetisches Feld. Hört sich kompliziert an? Man kann sich das Ganze wie ein unsichtbares Kraftfeld vorstellen, das Energie übertragen kann.

Das Kraftfeld bahnt sich nun seinen Weg durch die Herdoberfläche aus Glas und die Kunststoffhülle des Isotopfes. Diese Materialien sind für das Kraftfeld wie Luft. Am magnetischen Metallboden im Isotopf angekommen, kann das Kraftfeld endlich seine Aufgabe erfüllen: Es wird in Wärme umgewandelt.

Über die verschiedenen Kochstufen am Herd kann man einstellen, wie stark das Kraftfeld arbeitet und damit auch wie viel Wärme im Topf erzeugt wird. Durch diese kontaktlose Energieübertragung auf den Isotopf wird die Hitze nur dort erzeugt, wo sie auch gebraucht wird - im Topf selbst.

Die Isolierung sorgt dafür, dass die Wärme im Topf bleibt. Dadurch braucht man nur eine sehr niedrige Kochstufe, was Energie spart. Gleichzeitig kann man sich außen am Isotopf nicht verbrennen und Essen bleibt viel länger warm, als in normalen Kochtöpfen.

Evolution

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Der Kochtopf ist eine der ältesten Erfindungen der Menschheit. Die Möglichkeit Lebensmittel zu garen hat die menschliche Entwicklung weitgehend vorangetrieben. 
Vom Kochen über der offenen Flamme, über die Verbreitung des Elektroherdes, bis zum modernen Induktionsherd hat sich die Möglichkeit der Energieübertragung auf den Kochtopf stetig weiterentwickelt.

Mit der Realität des Klimawandels suchen wir immer neue Möglichkeiten, den Energieverbrauch in unseren Haushalten zu senken. Und wo der Herd sich stark weiterentwickelt hat, ist der Kochtopf in der Entwicklung zurückgeblieben. Der klassische Kochtopf gibt einen großen Teil der vom Herd zugeführten Energie über die Oberflächen wieder an die Umgebung ab. Das Ergebnis ist eine schlechte Energieeffizienz und hohe Verbrennungsgefahr.

Der Isotopf holt diesen Rückstand auf. Kombiniert mit der kontaktlosen Energieübertragung des Induktionsherdes wird die Isolierung des Isotopfes an den Seitenwänden und am Boden ermöglicht. Der isolierte Deckel rundet das Paket ab.

Die Vorteile:

  • Die Isolierung hält die Wärme im Topf, wodurch weniger Energie durch den Herd nachgeführt werden muss. Dadurch wird der Energiebedarf des Isotopfes um bis zu 80 % im Vergleich zum klassischen Kochtopf reduziert.

  • Wo keine Wärme verloren geht, kann auch nichts heiß werden. Topf und Deckel können jederzeit von außen ohne Topflappen angefasst werden.

  • Der Topfinhalt kühlt deutlich langsamer ab als im klassischen Kochtopf. Wenn das Essen fertig ist, hält der Isotopf es bis zu 5 Stunden warm.